• Logopädische Behandlungsfelder

     

    In unserer Praxis behandeln wir sowohl Kinder als auch Erwachsene aller Altersstufen.

    Bei den aufgeführten Auffälligkeiten stehen wir Ihnen gerne für Beratung, Befunderhebung und Therapie zur Verfügung.

     

    Die beschriebenen Symptome sind als mögliche Ausprägungen eines Störungsbildes zu verstehen.

    Der Arzt (Kinderarzt, Hausarzt, Zahnarzt, Kieferorthopäde, Neurologe, HNO-Arzt, Phoniater usw.)

    stellt den Therapiebedarf fest und verordnet die logopädische Therapie. 

    Bei Bedarf führen wir auch Hausbesuche durch!

    Sprachstörungen im Kindesalter  

      Sprachentwicklungsstörung

    • können bei einsprachigen oder mehrsprachigen Kindern auftreten
    • Dyslalie/Phonetisch-Phonologische Störung
    • Sprachlaute werden z.B. falsch gebildet (z.B. Lispeln), ersetzt (z.B. „Tatze“ statt „Katze“) oder ausgelassen (z.B. „Bume“ statt Blume“)
    • Dysgrammatismus/Morphologisch-Syntaktische Störung
    • Nicht altersgerechter Satzbau
    • Schwierigkeiten im Gebrauch grammatikalischer Strukturen wie z.B. Präpositionen Genus, Kasus, Tempus
    • Semantisch-lexikalische Störung
    • Wortschatz nicht altersgerecht entwickelt
    • Wortabruf und/oder Speicherstörung
    • Sprachverständnisprobleme


      Myofunktionelle Therapie

      wird durchgeführt bei
    • Zahn- und/oder Kieferfehlstellung
    • Zungenfehlfunktion
    • fehlerhaftem Schluckmuster


      Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS)

      die Merkfähigkeit ist reduziert
    • Sprachlaute können nicht sicher voneinander unterschieden werden
    • Geräusche werden wenig gefiltert
    • Hohe Ablenkbarkeit durch Geräusche


      Schriftspracherwerbsstörung/Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)

    • Reimen und/oder das Zerlegen von Wörtern in Silben fällt schwer
    • Ähnlich aussehende oher ähnlich klingende Buchstaben werden vertauscht
    • Buchstaben werden beim Lesen und/oder Schreiben ausgelassen
    • Das Lesen ist stockend und der Inhalt wird (teilweise) nicht verstanden
    • Buchstaben werden nur schwer in die richtige Reihenfolge gebracht

    Hörstörung  

    Infolge von Hörstörungen treten häufig Sprachentwicklungsstörungen auf.
    Eine Therapie kommt beispielsweis auch nach einer Hörgeräteversorung oder dem Einsatz eines Cochlear Implant (CI) zum Einsatz.

    Störungen des Redeflusses  

      Stottern

    • Laute- Silben- Wörter oder Wortteile werden häufig wiederholt
    • Laute werden gedehnt
    • Die Sprache „blockiert“, Wortteile bleiben beim Sprechen stecken
    • Es kann zu Mitbewegungen kommen
    • Häufig treten die Symptome in Stresssituationen vermehrt auf


      Poltern

    • Das Sprechtempo ist sehr hoch, wodurch Teile eines Wortes oder Satzes weggelassen und/oder unverständlich werden.

    Störungen der Kommunikation  

      (selektiver) Mutismus

    • Die Sprachentwicklung ist altersgerecht
    • In verschiedenen Situationen treten Sprechblockaden auf. (z.B. Das Kind spricht nur in der Familie; im Kindergarten nur mit den anderen Kindern, nicht mit Erwachsenen)


      Autismus-Spektrum-Störung

    • Die sprachliche Entwicklung bei Autismus ist unterschiedlich ausgeprägt und reicht von nicht sprechen über Sprachentwicklungsstörungen bis hin zu einer sehr gewählten Ausdrucksweise.
    • Die Regeln der zwischenmenschlichen Kommunikation können nicht, oder nur teilweise akzeptiert werden
    • Das Sprachverständnis kann betroffen sein
    • Aufgrund der unterscheidlichen Ausprägungen ist eine individuelle Beratung unerlässlich.


      Lippen-Kiefer-Gaumen-Segel-Spalte (LKGS)

    • Angeborene Fehlbildung welche sehr früh logopädisch behandelt werden sollte.
    • Es können je nach Ausprägung Schwierigkeiten bei der Ernährung (Schlucken) und später beim Sprechen auftreten.

    Stimmstörungen  

      Dysphonie

    • Veränderungen des Stimmklanges
    • anhaltende Heiserkeit
    • Atemfunktionsstörungen
    • Die Ursachen können funktional (z.B. durch „Schonhaltungen“ oder Störungen der Atemfunktion), organisch (z.B. Lähmungen nach Operationen, Stimmlippenknötchen, Ödeme) oder auch psychogen (z.B. durch Stress, persönlich belastende Situationen) bedingt sein.
    • Kann auch im Kindesalter auftreten


      Rhinophonie (Näseln)

    • Beim Sprechen entweicht zu viel (offenes Näseln) oder zu wenig bis keine Luft durch die Nase (geschlossenes Näseln)
    • Die Verständlichkeit sprachlicher Äußerungen ist in unterschiedlichem Maße verändert.

    Erworbene Sprach-und Sprech- Stimm- oder Schluckstörungen  

    infolge einer neurologischen Erkrankung (Schlaganfall, Multiple Sklerose, ALS, Parkinson) Schädel-Hirn-Trauma (SHT) oder nach Tumorbehandlung

      Aphasie

    • (Sprachverlust nach Abschluss der Sprachentwicklung)
    • Wörter fehlen
    • Der Satzbau ist reduziert bis aufgehoben
    • Das Sprachverständnis ist reduziert
    • Übermäßige Sprachproduktion ohne das ein Sinn entnommen werden kann.
    • Schwierigkeiten beim Lesen und/oder Schreiben.


      Dysarthrie/Dysarthrophonie

    • Stimmstörungen (siehe auch Dysphonie)
    • Störungen der Atemfunktion
    • Artikulkationsprobleme (z.B. „verwaschene“ Sprache, verlangsamtes Sprechen, eingeschränkte Bewegungsfähigkeit der Sprechorgane)
    • Schluckstörungen (siehe auch Dysphagie)


      Dysphagie

    • Verschlucken beim Essen und/oder Trinken oder auch Hustenreaktionen nach dem Schlucken
    • Nahrung läuft unbemerkt aus dem Mund
    • Das Gespür im Mund ist verändert
    • Nach dem Essen verbleiben Reste im Mundraum
    • Die Nahrungsmengen werden weniger und es kommt zu Gewichtsverlust
    • Schmerzen beim Essen oder das Gefühl „es bleibt im Hals stecken“
    • Fieber (Gefahr einer Lungenentzündung)
    • Eine Schluckstörung kann auch Im Kindesalter auftreten
    • Bei Verdacht auf eine Schluckstörung ist eine dringende Abklärung durch einen Arzt erforderlich


      Fazialisparese

    • Lähmung der Gesichtsmuskulatur


      Larynektomie

    • Der Kehlkopf wurde entfernt
    • Die fehlende Möglichkeit der Stimmerzeugung wird in der Therapie durch kompensatorische Maßnahmen ersetzt.

     

    • Sprachentwicklungsverzögerung (SEV)
    • Fehlrealisation einzelner Laute (Dyslalie)
    • Schwierigkeiten im Satzbau, in der Grammatik (Dysgrammatismus)
    • Zahn- und Kieferfehlstellungen (Myofunktionelle Störungen)
    • Lippen-Kiefer-Gaumen-Segel-Spalten (LKGS)
    • Stottern und Poltern
    • auditive Wahrnehmungsstörungen
    • Lese-Rechtschreibschwäche (LRS)
    • Stimmstörungen (Dysphonie)
    • Sprach- bzw. Stimmverlust z.B. nach Schlaganfall oder Schädelhirntrauma (Aphasie/Dysarthrophonie), durch Multiple Sklerose, Parkinson...
    • Lähmungserscheinungen, die den Sprechapparat betreffen (z.B. Facialisparesen)
    • Schluckstörungen (Dysphagien)
    • Mutismus


    Besonders wichtig sind uns die Beratung und Begleitung von Eltern und Angehörigen.

  • Bei Sprach-, Sprech- oder Stimmproblemen ist Ihr(e) Arzt / Ärztin (Kinderarzt, Hausarzt, Facharzt z. B. für Neurologie, HNO-Kunde etc.) der richtige Ansprechpartner.

    Bei Bedarf kann er/sie Ihnen eine entsprechende Verordnung ausstellen. Als Patient/in brauchen Sie ein ärztliches Rezept mit Angabe der Diagnose, der Therapiefrequenz, der Anzahl der erforderlichen Therapien sowie der Therapiedauer (i.d.R. 45 oder 60 Minuten).

    Die Abrechnung erfolgt dann direkt mit der entsprechenden Krankenkasse.

    Wir behandeln alle logopädischen Störungsbilder. Hierzu stehen den Therapeuten

    • differenziertes Therapiematerial
    • spezielle Software zur Unterstützung bei der Dyslalietherapie, auditiven Problemen, Wortschatzdefiziten, LRS, ...
    • großzügige Räumlichkeiten für effektives Arbeiten
    • eine Koch- und Backecke für handlungsorientierte Sprachförderung

    zur Verfügung.

    Auf ärztliche Verordnung führen wir natürlich auch Hausbesuche durch.

    Termine können Sie mit uns telefonisch vereinbaren.

    Wir rechnen mit allen gesetzlichen und privaten Kassen ab.

    Da viele Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen mit anderen gesundheitlichen oder auch psychosozialen Problemen gekoppelt sind, besteht bei uns die Möglichkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Fachkräften und zusätzlichen Angeboten wie Kursen, Seminaren und Einzelarbeit.